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Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld

Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld

Quelle: Amazon

ISBN: 3548369952
EAN: 9783548369952
Herausgeber: Ullstein Tb

9,95 EUR
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Schwarzbuch Öl: Eine Geschichte von Gier, Krieg, Macht und Geld
 

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Tatsachenberichte auf Kriminiveau über den Treibstoff der Weltwirtschaftsmaschine.

Datum:06.09.2010 - Rating: 5/5

Öl, das schwarze Gold, und die Produkte die aus dem Öl entstehen, sind aus dem Leben der meisten Menschen, zumindest jenen die in den Industrienationen leben, nicht wegzudenken. Das dies der Stoff ist, aus dem die feuchten Träume der Spekulanten gemacht sind, liegt da irgendwo auf der Hand. Öl ist Geld, und wer den Zugang zum Öl hat, hat die Macht. 8 unter den derzeit nach Umsatz 20 größten Firmen der Welt sind in der Ölbranche angesiedelt.
Öl weckt Begehrlichkeiten und ist der Ursprung zahlreicher Konflikte. Wo Öl gefördert wird, nimmt man es oft auch mit dem Schutz der Umwelt nicht so genau. Nigeria ist ein schlechtes Beispiel, die Förderung im Amazonas Urwald und ganz aktuell die verheerende BP Katastrophe im Golf von Mexico, die deutlich offenbarte, das Themen wie Sicherheit, Umweltmanagement und Nachhaltigkeit dem Streben nach Profit nichts entgegenzusetzen haben.
In diesem Buch werden sehr viele und umfangreiche Informationen zum Thema Öl vermittelt.
Es geht um den ständig steigenden Bedarf, die Verstrickungen der Politik, den Einfluss der OPEC, die Kriege um das Öl und dem Peak Öl, jenem Zeitpunkt der Ölförderung der das Maximum darstellt nach dem das Fördervolumen ständig abnehmen wird, und dessen Zeitpunkt, wie das Buch ebenfalls aufzeigt, auf mannigfaltige Weise interpretiert wird.
Wenn auch einige Kapitelüberschriften etwas reißerisch formuliert wurden, sind nicht wenige der geschilderten Details beunruhigend. Der Bericht über die Machenschaften eines Konzerns in Nigeria machte mich regelrecht wütend.
Das Schwarzbuch Öl ist eine sehr gelungene, informative und zum Teil umfassende Einführung in die Welt der Ölfelder, Pipelines und Bohrinseln. Zudem noch unterhaltsam und spannend geschrieben, gewürzt mit einigen Prisen schwarzen Humors. Eine umfangreiche Quellenliste sowie eine Beschreibung der wichtigsten Konzerne und deren Machenschaften ergänzen es sinnvoll.
Das Buch sei jedem empfohlen, der sich intensiver und auf unterhaltsame Art mit dem Thema Öl auseinander setzen möchte.

Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt

Datum:28.02.2006 - Rating: 5/5

In den deutschen Kinos startet gerade der Politthriller „Syriana“, als in Saudi-Arabien zwei El-Kaida-Selbstmordattentäter beim Versuch scheitern sich mit ihren Autos an einem der äußeren Zugänge zur Raffinerie von Abkaik in die Luft zu sprengen. In Abkaik steht nicht irgendeine Erdölanlage. Zitat aus dem „Schwarzbuch Öl“: „Durch Abkaik fließen täglich fast sieben Millionen Barrel Öl, Abkaik ist der Knotenpunkt der saudischen Ölindustrie und damit der verwundbarsten Industrieanlagen der Welt.“ Der frühere CIA-Agent Robert Baer nennt die Anlage in seinem Buch „Die Saudi-Connection“ als ideales Ziel für Terroristen und beschreibt minutiös eine folgenschwere Detonation. „Auch wenn der saudische Außenminister, seine Hoheit Prinz Saud al Faisal, bei einer Pressekonferenz im Wiener Imperial Buchautoren wie Baer als anti-saudische Propagandisten abtat“, wie Thomas Seifert und Klaus Werner schreiben, bekommt die Beschreibung von Baer bei Meldungen wie vom misslungenen Anschlag am 24. Februar 2006 nahezu prophetischen Charakter.

Was gibt es zum „Schwarzbuch Öl“ sonst zu sagen? Die beiden Autoren nehmen die Leser auf mehr als 300 Seiten in bester Reportermanier mit an die Erdölfront. In fünf Kapiteln werden unter anderem der Konflikt am Persischen Golf, die „als Mutter aller Schlachten“ bezeichnet wird, der allumfassenden Einfluss der Öl-Lobby und die Funktion von Öl als „Demokratie-Antiserum“ beschrieben. Besonders wichtig finde ich, dass mögliche Wege aus der „Erdölfalle“ gezeigt werden. Kurzum: Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. Endlich erfährt man spannend und verständlich aufbereitet, was wirklich hinter den explodierenden Treibstoffpreisen steckt.

Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt

Datum:27.02.2006 - Rating: 5/5

In den deutschen Kinos startete gerade der Politthriller "Syriana", als am 24. Februar 2006 in Saudi-Arabien zwei El-Kaida-Selbstmordattentäter beim Versuch scheitern, sich mit ihren Autos an einem der äußeren Zugänge zur Raffinerie von Abkaik in die Luft zu sprengen. In Abkaik steht nicht irgendeine Erdölanlage. Zitat aus dem "Schwarzbuch Öl": "Durch Abkaik fließen täglich fast sieben Millionen Barrel Öl, Abkaik ist der Knotenpunkt der saudischen Ölindustrie und damit eine der verwundbarsten Industrieanlagen der Welt." Der frühere CIA-Agent Robert Baer bezeichnet die Anlage in seinem Buch "Die Saudi-Connection" als ideales Ziel für Terroristen und beschreibt minutiös eine folgenschwere Detonation. "Auch wenn der saudische Außenminister, seine Hohheit Prinz Saud al Faisal, bei einer Pressekonferenz im Wiener Imperial Buchautoren wie Baer als anti-saudische Propagandisten abtat“, wie Thomas Seifert und Klaus Werner schreiben, bekommt die Beschreibung von Baer bei Meldungen wie dem misslungenen Anschlag am 24. Februar 2006 nahezu prophetischen Charakter.

Was gibt es zum „Schwarzbuch Öl“ sonst zu sagen? Die beiden Autoren nehmen die Leser auf mehr als 300 Seiten in bester Reportermanier mit an die Erdölfront. In fünf Kapiteln werden unter anderem der Konflikt am Persischen Golf, den sie „als Mutter aller Schlachten“ bezeichnen, der allumfassenden Einfluss der Öl-Lobby und die Funktion von Öl als „Demokratie-Antiserum“ beschrieben. Zum Abschluss werden mögliche Wege aus der „Erdölfalle“ gezeigt. Kurzum: Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. Endlich erfährt man spannend und verständlich aufbereitet, was wirklich hinter den explodierenden Treibstoffpreisen steckt.

unterhaltsam aber ohne große Sorgfalt geschrieben

Datum:12.02.2006 - Rating: 3/5

Die reißerische Überschrift im ersten Kapitel: "Die Welt hängt am Tropf - Die Öl-Sucht der
Industriegesellschaft" weist darauf hin: Thomas Seifert ist Redakteur beim Wochenmagazin NEWS,
dem österreichischen Aushängeschild des Boulevardjournalismus. Folgerichtig ist das Buch
geprägt von durchaus gefälliger Unterhaltung bei geringen Ansprüchen an genau recherchierte Inhalte.

Einige Beispiele gefällig ?

Die Grafik im ersten Kapitel welche die historische Entwicklung der Rohölpreise seit 1861 darstellt ist falsch beschriftet und verkehrt deren Kernaussage ins Gegenteil.
Richtig ist, daß trotz eines aktuellen Ölpreises von ca. 60 Dollar pro Barrel die heutige Situation noch nicht so brisant ist wie etwa 1980, als der Preis nominal zwar nur ca. 35 Dollar betrug, dies aber inflationsbereinigt heute 80 Dollar entsprechen würde.

Auf S. 194 erfährt man, daß der norwegische Ölfonds "über 800 Milliarden Dollar" wert ist, auf S. 197 dass "der Erdölfonds bis zum Jahr 2010 einen Wert besitzt, der 93 Prozent des norwegischen Bruttoinlandsprodukts entspricht". Die Norweger würden sich freuen, entspräche dies der Wahrheit: sie wären dann DIE weltweiten Superstars beim pro-Kopf Bruttoinlandsprodukt. Tatsächlich betrug das BIP von Norwegen im Jahr 2003 170 Milliarden EUR - bei der ersten Wertangabe des Ölfonds wurden wohl norwegische Kronen mit Dollar verwechselt.

Auf S. 253 werden die Ölreserven von BP mit 10.100 Mio. Barrel angegeben, eine Seite später mit 18,3 Milliarden Barrel.

Auf S. 237 erfährt man daß die weltweiten Ölreserven im Jahr 2004 1188.6 Milliarden Barrel betrugen,
3 Seiten später liest man von 1050 Milliarden Barrel.

Die oben angeführten Widersprüche sind für den aufmerksamen Leser unmittelbar ersichtlich - die Frage ist: wenn schon diese beim Redigieren nicht aufgefallen sind, wieviele weniger offensichtliche Fehler sind dann im Buch noch enthalten ?

Ärgerlich und das Verständnis erschwerend ist zudem, daß im Buch viele Zahlen zu Ölmengen genannt werden, aber unterschiedliche Maßeinheiten verwendet werden: meist Barrel, manchmal aber auch Tonnen oder Liter.

Wenn man mit diesen Schwachpunkten leben kann bleibt eine locker und unterhaltsam geschriebene Einführung über das Geschäft mit der Förderung von Rohöl und dessen wirtschaftlichen, ökolologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen,insbesondere in den Förderländern.

Informationen satt zu einem unvermeidlichen Thema

Datum:27.12.2005 - Rating: 5/5

Ein typisches Werk des Genres "Patchwork-Publizistik": Journalisten veröffentlichen ihre gesammelten Reportagen bearbeitet und unter einem einigenden Leitgedanken in Buchform. Doch der Kitt, mit dem die journalistischen Versatzstücke verbunden werden, ist mitunter etwas dünn gemischt. Einem in der Tageshektik entstandenen Zeitungsartikel mag man Stilblüten (wie z. B., dass Wolfsburg "der ground zero der deutschen Automobilindustrie" sei) noch verzeihen, einem Buch mit seiner hoffentlich längeren Lebensdauer dagegen nicht. Trotzdem bietet sich dieser Polit-Sampler perfekt dazu an, der eigenen politischen Bildung im Rundumschlag auf die Sprünge zu helfen - wobei man nicht zart besaitet sein sollte: Die Öl-Historie ist naturgemäß eine Chronik von Krieg, Elend und Betrug. Bürgerkrieg im Sudan, die Yukos-Affäre, der Tschetschenien-Krieg, die Gazprom-Pipeline - es geht immer nur um eins: Energie. Das Buch vermittelt Informationen satt und ist darum, so finden wir, allen zu empfehlen, die über eines der wichtigsten Themen unserer Zeit auf dem aktuellen Stand sein wollen.

 

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